Aggressions-Coaching – Wege aus der Gewalt

Veröffentlicht: 28. August 2011 in Coaching, Persönlichkeit
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Die Zahl der Menschen, die ihre Wut nicht im Zaum halten können und zu gewalttätigen Aktionen greifen nimmt zu. Noch nie wurden und werden so viele Jugendliche, Heranwachsende aber auch Erwachsene, oft auch durch Gerichtsurteile,  dazu angehalten Anti-Aggressions-Kurse zu besuchen. Viele dieser Kurse sind mit recht hohen Kosten verbunden, doch für die Betroffenen bringen sie zum Teil nur recht zweifelhafte Ergebnisse.

In der Mehrheit der Kurse werden die Betroffenen trainiert ihre Wut in andere Kanäle abzuleiten und sich zu kontrollieren. Doch welcher Mensch schafft es wirklich sich ständig unter Kontrolle zu halten. Es ist ein Privileg des Menschen sich und seine Gefühle einfach „mal gehen zu lassen“. Aber auch dann sollte er sich so weit beherrschen können, Handgreiflichkeiten zu vermeiden. Es geht in erster Linie um die Grundeinstellung zur Gewalt.

Sehr oft werden aggressive Menschen in den psychologischen Sitzungen nach Kindheitstraumata und Familienanamnese befragt. Dabei haben viele von ihnen das Gefühl sich seelisch vor dem Sitzungsleiter „ausziehen“ zu müssen. Und das in einer Art in der sie den Zusammenhang nicht erkennen bzw. verstehen können. Schon diese Vorgehensweise ist für die Betreffenden oft eine zusätzliche Belastung, die sie m.E. kaum von ihren Aggressionen befreit. In sehr vielen Fällen werden die Therapien nach kurzer Zeit durch die Betroffenen abgebrochen.

Aggressionen gehören ebenso wie die Flucht zu unseren Urinstinkten. Wenn es auf einen (vermeintlichen) Angriff keine Fluchtmöglichkeit mehr gibt, bleibt nur der Kampf, die Aggression. Wir leben nicht mehr in der Wildnis der Neandertaler, doch die Urinstinkte sind uns immer noch präsent.

In unserer Zeit, kommen die genannten Urinstinkte Kampf oder Flucht in anderer Art und Weise zum Tragen. Wir nutzen nicht mehr die Keule, sondern kämpfen heute mit verbalen Mitteln. Die ständig steigenden Zahlen von Mobbing-Opfern und Depressionen zeigen jedoch, dass auch der verbale Kampf in seiner Härte weiter zunimmt.

Gewalttätige Menschen erkennen für sich in diesem verbalen Kampf jedoch keine geeigneten Mittel des Kampfes mehr und wenden sich wieder den handgreiflichen Formen der Auseinandersetzung zu. Dabei stellen sie fest, dass diese Form der Auseinandersetzung ihnen sehr oft einen Vorteil verschafft, den sie mit Worten nicht haben konnten. Sie gewöhnen sich mit der Zeit immer mehr daran auf Auseinandersetzungen grundsätzlich nicht mehr verbal, sondern nur noch mit handgreiflicher Gewalt zu reagieren.

Als Aggressions-Coach versuche ich gemeinsam mit den Betroffenen herauszufinden, welche spezifischen Situationen oder verbalen Angriffe sie zu ihrem Verhalten veranlassen. Welches sind die (alltäglichen) Gelegenheiten in denen sie keine andere Möglichkeit als die handgreifliche Auseinandersetzung sehen und warum geraten sie in solche Situationen?

Aus dem Erkennen der Ursachen für die Aggressionen im Alltags-Ablauf, können wir dann auch gemeinsam ganz individuelle Programme und Aufgaben entwickeln, die dabei helfen aggressives Verhalten abzubauen. Es geht darum zu erkennen, dass  Gewalt im Grundsatz und körperliche Gewalt im Speziellen keine sinnvollen Mittel der Konfliktlösung sind. Zumal handgreifliche Gewalt in der heutigen Zeit immer zu gerichtlichen Konsequenzen führt.

Grundlage eines erfolgreichen Aggressions-Coachings ist das von Coach und Klienten gemeinsame Erarbeiten von Ursache und Therapieprogramm. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Erstellung der Programme werden gestellte Aufgaben vom Klienten in besonderer Weise akzeptiert und durchgeführt. Damit wachsen die Chancen auf erfolgreiches Coaching.

www.hpweyer.de

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